Lernen 4.0.

Betriebliches Lernen wird aufgrund von Veränderungsdruck und der notwendigen, immer schnelleren Anpassungsfähigkeit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und Mitarbeiter. Die kontinuierliche Veränderung in der Arbeitswelt erfordert also vor allem von Mitarbeiter die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen. Mitarbeiter müssen dabei zunehmend mehr Verantwortung übernehmen und ihr Lernen selbst steuern.

Erkennbar an neuen Formaten (vielfach IT-gestützt) muss Personalentwicklung vor allem effizient, arbeitsplatz- und zeitnah gestaltet sein. Mitarbeiter sollen sich so schnell in neue Themen einarbeiten, flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und neue Anforderungen erkennen können. Durch die zunehmende Integration von Lern- und Arbeitsprozessen determinieren sowohl Bedingungen des Arbeitskontextes wie die Lerngelegenheiten, Lernzeit und Lernkultur in der Arbeit als auch die individuellen Ressourcen der Mitarbeiter wie Motivation, Selbstwirksamkeit und affektiv-soziale Faktoren den Erfolg des betrieblichen Lernens.Voraussetzung sind dafür ausgeprägte Lernkompetenzen. Sie sind ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches betriebliches Lernen.

 

Das Konzept der Lernkompetenzen von Mitarbeitern vereint prozessuale Forschungsansätze des Lernens mit eigenschaftsbasierten Ansätzen. Selbstregulierendes Lernen erfolgt zum einen durch metakognitive Strategien, Planung und Kontrollprozesse, zum anderen spielen auch Motivation und Selbstwirksamkeit sowie weitere personale Merkmale eine Rolle. Das Lernkompetenzmodell vereint verschiedene Theorie aus der Psychologie, Erwachsenenpädagogik, aus der Lernforschung und der Arbeitswissenschaft sowie der Kompetenzforschung mit den Erfahrungen aus der Praxis. Gerade die zunehmenden IT-gestützten und sozialen Lernformen erfordern außerdem eine gute Medien- und Kooperationskompetenz.

In der LEKAF-Studie wurden deutschlandweit mehr als 10.000 Mitarbeitern zu ihren Lernkompetenzen befragt. Daraus wurde ein Modell abgeleitet, das drei Dimensionen von Lernkompetenzen mit verschiedenen Faktoren beschreibt.

 

 1. Selbstreflexion der individuellen Lernpräferenzen wie Motivation, Lernbereitschaft und Lernstil

 2. Lernmanagement als das Organisieren des Lernprozesses vom Setzen der Lernziele, über die Planung des Lernens, der Umgang mit Schwierigkeiten während des Lernens sowie der Transfer des Gelernten in den Arbeitsprozess

 3. Rahmenbedingungen des Lernens als Unterstützung durch die Fühungskraft und eine positive Lernkultur im Unternehmen

 

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter http://lekaf.de/